coach@school bringt das Lesen zu den Kindern!

Andrea Wiechmann, Diplom Sozialpädagogin, arbeitet an unseren neuen Eltern-Kind-Programmen:

Lesen und Schreiben sind der Schlüssel zur Welt und zum Bildungserfolg. Doch wie kommt das Lesen zu den Kindern?

  • Paul sieht jeden Abend seine Lieblingsserien. Seine Mutter telefoniert.
  • Zara spricht sehr gebrochen türkisch. Ihre Eltern meinen: Deutsch ist wichtiger.
  • Sam wünscht sich Geschichten mit Helden, die seine Hautfarbe haben.
  • Frau Lange sagt:“In der Schule sprechen wir deutsch!“

Was hat Lesen mit Paul, Zara, Sam und Frau Lange zu tun?

✔ Kinder brauchen Eltern, die ihnen vorlesen.

Sie brauchen Eltern, die beim Lesen Spaß haben. Das lässt sich lernen.

✔ Kinder wollen ihre Lebenswelt in Geschichten wiederfinden.

Dazu brauchen sie Bücher, die diese Bedürfnissen aufgreifen.

✔ Kinder brauchen die Anerkennung ihre Herkunftssprache und ihres Umfeldes.

Der Einfluss der Herkunftsprache ist bedeutend für die Sprachentwicklung.

✔ Eltern sind entscheidend für den Bildungserfolg ihrer Kinder.

Sie können ihn beeinflussen. Durch das gemeinsame Lesen mit ihren Kindern.

✔ Schulen brauchen Offenheit.

Schulen, die Vielfalt schätzen und ein freundliches Schulklima schaffen, öffnen

Wege für den Bildungserfolg ihrer Schüler*innen!

coach@school bringt das Lesen zu den Kinder!

Dazu erproben wir derzeit eine Idee, die alle Akteure einbezieht:

die Kinder, die Eltern und die Schule.

Eltern haben auf die sprachliche und die gesamte kognitive Entwicklung ihres Kindes einen entscheidenden Einfluss, der über den der Schule hinaus geht. Deshalb ist es so wichtig, dass Eltern sich dieser Funktion bewusst sind und für die Sprachförderung ihrer Kinder gewonnen werden. Hier wird coach@school Angebote für Eltern entwickeln, damit sie lustvoll und mit viel Spaß mit Kindern Bücher anschauen, lesen und darüber sprechen.

Wir wollen Lehrer*innen und Grundschulen gewinnen, sich weiter zu öffnen und eine Willkommenkultur zu entwickeln, damit sie zusammen mit Eltern den Bildungsprozess gemeinsam und auf Augenhöhe gestalten. Dabei soll die kulturelle und sprachliche Vielfalt wertgeschätzt und genutzt werden.

Wir wenden uns mit unserer Idee gezielt an Familien und Schulen aus einkommensschwachen Stadtteilen , in denen es viele „Bildungsverlierer“ gibt, da Bildungserfolg weiterhin von sozioökonomischen Bedingungen abhängig ist. Schulen, die an unserem Programm erfolgreich teilnehmen erhalten von uns das

Vgl.:

Wilfried Bos, Irmela Tarelli, Albert Bremerich-Vos, Knut Schwippert (Hrsg), IGLU 2011

Lesekompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland und im internationalen Vergleich, Münster 2012

Bundesministerium für Bildung und Forschung, 17 Förderung von Lesekompetenz – Expertise , Bonn, Berlin 2007

Prof. Dr. Werner Sacher, Möglichkeiten und Formen effektiver und nachhaltiger Elternbeteiligung, in: Vortrag bei der Fachtagung des Regionalen Übergangsmanagments Schule-Beruf Stuttgart, 25. November 2011

Marika Schwaiger, M.A., Prof. Dr. Ursula Neumann (verantwortlich), Regionale

Bildungsgemeinschaften, Gutachten zur interkulturellen Elternbeteiligung der RAA, Hamburg

2010

OECD, Ländernotiz, Pisa 2012, Deutschland