„Wenn die Sprachkompetenz in der Muttersprache des Kindes bereits durch regelmäßiges Vorlesen unterstützt wird, kann das Kind entsprechende Techniken in der Zweitsprache leichter erlernen.“

Wir haben dreizehn Bücher nach den Kriterien Mehrsprachigkeit, Inklusion und Interkulturalität speziell für Vorschulkinder ausgewählt. In einigen Büchern gibt es CDs, die in den Kitas abgespielt werden können. Eltern, Kindern und Erzieher*innen stellen wir unsere niedrigschwelligen Leseregeln – in 12 Sprachen verfügbar – mit dem QR-Code zu unseren Videos über (Vor-)Lesetechniken zur Verfügung. Mit einem bunten, mehrsprachigen Plakat für die Raumgestaltung zeigen wir den Kindern, dass jede Sprache ein eigenes Wort für Gegenstände wie Apfel, Stuhl etc. hat. In der Vorschule können die Kinder in unseren Büchern stöbern und Pädagogen lesen aus den Büchern vor. Am Nachmittag kann mit den Erzieher*innen in den Eltern-Kind-Runden gemeinsam daraus vorgelesen werden. Die Pädagogen stellen Kindern und Eltern den Bücherkoffer vor. Jede Woche sucht sich ein Kind ein Buch aus und nimmt es in unserer Tragetasche mit nach Hause und erzählt bei der Rückgabe von seinen Erlebnissen. Die Pädagogen dokumentieren für das von coach@school durchgeführte Monitoring die Eindrücke der Kinder und Eltern. Fachkräfte und ElternmentorInnen erhalten eine Fortbildung, um die Kinder gezielter in der Leseförderung zu unterstützen und Mehrsprachigkeit im Alltag wertzuschätzen.

Esther Bergweiler, Referentin der Hamburger Schulbehörde für die kommunale Koordinierung der Bildungsangebot für Neuzugewanderte: “

„Kinder lernen Sprachen meist viel leichter als Erwachsene. Wenn bestimmte Voraussetzungen stimmen, funktioniert das Sprachenerlernen nebenbei. Immer wieder bin ich beeindruckt, wie gut die Kinder in Kindergärten, mit fast ausschließlich nichtdeutschsprachigen Eltern, Deutsch sprechen. Mit dem Einsatz des Hamburger Bücherkoffers möchten wir zusätzlich auch die Muttersprache weiter fördern. Diese wird zum einen als positive Ressource begriffen und zum anderen können Kinder noch schneller eine neue Sprache lernen, wenn sie ihre Muttersprache bereits beherrschen. Wir ha-ben das Projekt an die Kitas gebracht, damit Eltern ihren Kindern bereits möglichst früh auf ihrer Herkunftssprache vorlesen.“

Stimmen von Kita-Eltern:

„Wir haben uns alle Bücher im Koffer angeschaut, alle Sprachen versucht, zu lesen. Dann haben wir uns Geschichten ausgedacht und gemeinsam gelesen.“

„Gut gefallen hat uns, dass die Geschichten einfach zu verstehen warnend dass die unterschiedlichen Sprachen mit Lautschrift waren. So konnten mein Kind und ich alle Sprachen ausprobierendes.“

„Es gab ein Buch in meiner Muttersprache! Ich konnte die Geschichte verstehen und meinem Kind erklären.“

In Hamburg rollen die mehrsprachigen Bücherkoffer in 16 Elbkinder-Kitas und elf weiteren Kitas.. Fünf der Kitas sind an eine Wohnunterkunft (Gleisdreieck) angeschlossen.

Die Elbkinder-Kitas:

  1. Kita Küperstieg
  2. Kita Erich-Ziegel-Ring
  3. Kita Bauerberg
  4. Kita Friedrich-Frank-Bogen
  5. Kita Kirchdorfer Straße
  6. KITA Höhenstieg
  7. Kita Vizelinstrasse
  8. KITA Habermannstraße
  9. Kita Öjendorfer Höhe
  10. Kita Cuxhavener Straße
  11. Kita Böcklerstraße/ Diezweg
  12. Kita Harburger Rathauspassage
  13. Kita Tondernstraße
  14. Kita Sturmvogelweg
  15. Kita Kandinskyallee
  16. Steglitzer Straße

weitere Partner-Kitas in Hamburg:

  1. Frosch-Kita 1
  2. Frosch-Kita 2 EKIZ
  3. Kita am Gleisdreieck
  4. Kita Kinderhaus MiLA
  5. Kita Berzeliusstraße
  6. Kita Elbkinder
  7. Kita Leuchtkäfer
  8. Kita Emmaus
  9. Kita Pfiffikus
  10. tbd
  11. EKIZ Wohnunterkunft Butterberg